Erpressersoftware „TorrentLocker“ verbreitet sich über Dropbox

Mit dieser Meldung des japanischen IT-Sicherheitsanbieters Trend Micro warnt das Unternehmen vor einer weiteren Gefahr aus dem Netz. Erpressersoftware wie TorrentLocker, die wir als getarnte E-Mail-Anhänge kennen, kommt jetzt als angebliche Rechnungen getarnte Dropbox-Links an. Sobald ein Nutzer auf einen bösartigen Link klickt, löst er die Infektion seines Rechners mit der Erpressersoftware aus.
Erschreckend:

Mit über 36 Prozent der im Beobachtungszeitraum vom 26. Februar bis 6. März 2017 von Trend Micro gezählten bösartigen 54.688 Spam-Nachrichten von 815 missbrauchten Dropbox-Konten steht Deutschland an erster Stelle der betroffenen Länder.

Locky „bei der Arbeit“

Je mehr sich Cloud Services etablieren, desto intensiver nutzen Cyberkriminelle den Infektionsweg über eine Cloud.

Je niedriger die Durchschnittskosten einer Infektion, desto beliebter der zugehörige Angriffsweg. Ganz nebenbei werden dabei die Sicherheitsmechanismen am Gateway überlistet, weil kein verdächtiger Anhang vorliegt, der Link von einer legitimen Domäne stammt und dieser zudem über das legitime SSL-Protokoll abgesichert ist.

Das Risiko, Opfer von Erpressersoftware zu werden, bleibt weiterhin sehr hoch. Angriffe erreichen nicht nur Privatanwender, sondern vor allem Unternehmen, deren wichtigstes Kapital heutzutage digitale Informationen sind. Die einfachsten Methoden, sich vor Cybercrime zu schützen, sind immer und immer wieder ein gesundes Misstrauen und regelmäßige Datensicherungen.

Dabei sollten die Anwender der 3-2-1-Regel folgen – drei Kopien in zwei Formaten auf einem isolierten Medium.

Im Falle einer Infektion mit Erpressersoftware können Anwender kostenlose Werkzeuge, wie das Trend Micro Crypto-Ransomware File Decryptor Tool nutzen, um bestimmte Varianten von Erpressersoftware mit Dateiverschlüsselung unschädlich zu machen, indem die Dateien wieder entschlüsselt werden. Allerdings gibt es wie erwähnt sehr viele Varianten, so dass man möglicherweise mehrere Tools bemühen muss. Das hier genannte Tool habe ich leider schon einmal bemühen müssen, wie Sie in dem Beitrag Zerstörte Dateien – was tun? lesen können.

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