Social Media – ja oder nein?

Geschrieben von Ramona Hapke am Freitag, 30. Oktober 2009 um 12:26

Manche Unternehmen entschlossen sich, doch endlich auch eine Webseite einzurichten, weil jeder eine hat. Bald merkten sie, dass diese Website für ihr Marketing nicht so funktioniert, wie sie dachten.

Immer noch dümpeln im Web Seiten vor sich hin, die entweder vor lauter blinkendem Schnickschnack nur so strotzen oder in einem unübersichtlichen Chaos versinken. Andere sehen „schön“ aus, lassen aber benutzerfreundliche Navigation und Accessibility vermissen, sind reine Selbstdarstellung nach dem Motto: Wir sind auch im Netz. Deshalb ist eine meiner wichtigsten Forderungen in Kundengesprächen, die Website aus Sicht derer zu planen, die später damit umgehen sollen.

Ein Wir-auch-Denken passt genauso wenig in soziale Netzwerke wie auf Websites. Vielmehr sollten sich Unternehmen die Frage stellen, ob sie ihre Zielgruppen im Social Web überhaupt erreichen können. Dazu müssen sie natürlich herausfinden, ob sie dort vertreten sind und wenn ja, wo.

Zu bedenken ist auch, dass es neben der Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern auch noch Medienvertreter, Investoren oder Personalmanager gibt, die sich für ein Unternehmen interessieren. Zudem ist es durchaus wahrscheinlich, dass sich die Situation verändert. Der Meinungsmarkt Internet ist also auch ohne eigene Social-Media-Aktivitäten ein Thema, den ein Unternehmen beobachten sollte, um zur richtigen Zeit reagieren zu können.

Sind vorstehende Rahmenbedingungen geklärt, steht die Entscheidung für Social Media schon fast auf Grün. Fast deshalb, weil es ja nun noch darum geht, Inhalte anzubieten. Soziale Netze als Transportmedium für belanglose Mitteilungen oder Werbebotschaften aus der neuesten Imagebroschüre zu nutzen, geht am Ziel vorbei. Netzwerken funktioniert, wenn sich Unternehmen an konstruktiven Diskussionen beteiligen, ihre Kommunikation werthaltig ist und sie sich nicht vor Kritik scheuen.

Netzwerken könnte dennoch scheitern, wenn der betriebsinterne Workflow für Social-Media-Aktivitäten zu umfangreich und schnelles Reagieren unmöglich ist. Die Strukturen im Unternehmen müssen gewährleisten, dass Mitarbeiter kompetent sind, netzwerken möchten sowie zeitlich flexibel reagieren können. Der Beitrag „Policy für erfolgreiches Netzwerken“ geht darauf näher ein.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Social Media für Unternehmen Sinn machen, wenn die Rahmenbedingungen im Unternehmen Aktivitäten zulassen, interessante Inhalte kommuniziert werden und die Zielgruppen in sozialen Netzwerken erreicht werden können.

Beispiele für erfolgreiches Netzwerken:

WEISSER RING

OTTO

BMW

IKEA

Zappos.com

TÜV Rheinland

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2 Kommentare

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    Susi Schlinger

    Freitag, 30. Oktober 2009 um 03:16 Uhr via website

    Vielen Dank für den tollen Beitrag. Ich war letzte Woche bereits mal auf dem Blog hier. Mal sehen, vielleicht lockt mich die große Suchmaschine ja noch mal hier her.

  2. gravatar

    Ramona Hapke

    Freitag, 30. Oktober 2009 um 10:38 Uhr via website

    Diesen Kommentar lasse ich absichtlich stehen als typisches Beispiel für Spam. Den Link zur Sexseite, die als URL hinterlegt wurde, habe ich natürlich entfernt. Dass diese Susi (oder wer immer dahinter steckt) eine Mailadrese wie *1236@gmx.de benutzt, ist allein kein Hinweis auf Spam. Die hinterlegte URL soll Backlinks auf die eigene Seite bringen, der Text ist lediglich das Alibi, schmückendes und nichtssagendes Beiwerk. Man macht sich nicht die Mühe, etwas wirklich Konstruktives zu schreiben …

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