Blog goes Business

Nach den Privatanwendern haben nun auch PR- und Marketingleute, Journalisten, Firmen und Organisationen das Weblog, kurz ‚Blog‘, zum Publizieren und Diskutieren im Internet entdeckt.

Eine Studie von Berlecon Research ergab, dass die Zahl der Weblogs monatlich um etwa 15 Prozent wächst. In Deutschland sollen laut Berlecon Research derzeit etwa 75.000 Weblogs geführt werden.

Diesen Umstand ignorieren selbst Skeptiker unter Geschäftsführern und Vorständen nicht mehr. Denn das Weblog enthält ein vielversprechendes Potenzial für Marketing und PR.

Die riesige Themenvielfalt eröffnet neue Wege der Kommunikation auch im Business. Aktualität, schnelle Verfügbarkeit von Informationen, zielgruppenorientierte Themenwahl, Kommentarmöglichkeit, Veröffentlichung von Fotos und Links machen das Blog zur Informationsquelle und zum Meinungsbildner. In Blogs lassen sich Trends ablesen und beeinflussen. Daher ist es für Entscheider wichtig, relevante Blogs zu kennen, zu lesen und einzugreifen, also Meinungen zu platzieren und wahrzunehmen, Produkte vorzustellen, Markenbildung voranzutreiben, Diskussionen in die gewünschten Bahnen zu lenken.

Das Weblog taugt ebenso zur Stellenausschreibung (z. B. www.impinj.com/blog/) wie zum Informationsaustausch und Entwickeln von Projekten, wie Christine Stumpf von bluehands (www.bluehands.de) gegenüber Hapke Media bestätigte. Bluehands hat neben dem öffentlichen Blog ein geschlosses für projektbegleitende Maßnahmen ins Netz gestellt, um die Fortschritte im Projekt zu dokumentieren. Mit dem Begriff „Klog“, Knowledge Log, unterstreicht. Dr. von Guretzky die Bedeutung von Weblogs für das Wissensmanagement in Unternehmen.

Weblogs sind eine technisch einfache und billige Möglichkeit der Kommunikation. In Blogs findet Know-how-Transfer statt. Doch das passiert nicht von alleine. Erst qualitativ hochwertiger Content, zugeschnitten auf das jeweilige Unternehmen, verführt den Internet-User zum Mitlesen und Mitschreiben. Das Weblog verkommt bei ungenügender Pflege leicht zum einem Werbeanzeiger, für den sich dann keiner mehr interessiert. Und der Ton macht die Musik: Wer sich im Blog auch einmal auf eine kritische Auseinandersetzung einlässt, gewinnt unter Umständen an Glaubwürdigkeit. „Vor allem personalisieren Weblogs, d.h. aus einem Hochglanzprospekt wird ploetzlich ein interaktives Medium mit Person dahinter.

Als Allerheilmittel gegen einen sinkenden Absatz sind Weblogs ungeeignet. Wohl aber schaffen sie Transparenz und unterstützen das Unternehmen darin, sein positives Image zu promoten.

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