Ramona Hapke

Ramona Hapke

Journalist, Blogger & Publisher

Hapke Media Magazin mit Paywall

Hapke Media schränkt den Zugriff für aufwändig recherchierte Inhalte im agentureigenen Online-Magazin ab sofort per LaterPay ein. Die meisten Beiträge werden aber kostenfrei bleiben.

Dieser Beitrag ist veraltet. Laterpay ist nicht mehr im Einsatz. Für Interesssierte belasse ich den Post dennoch hier.

Um aufwändig recherchierte Beiträge zu monetarisieren, nutzt Ramona Hapke, freie Journalistin und Webentwicklerin, in ihrem Online-Magazin exklusivtext.de seit wenigen Wochen den Service von LaterPay: Internetnutzer können ohne Vorab-Registrierung auf geschützte Inhalte zugreifen. Sie bekommen zunächst gekürzte Inhalte angezeigt und entscheiden, ob sie zusätzlichen Content kaufen möchten.

In der Regel sind es Kleinstbeträge, die Nutzer im Hapke Media Magazin zahlen, um kostenpflichtige Inhalte abrufen zu können. Nutzer bezahlen erst, wenn ihr Lesebudget 5 Euro erreicht hat, weil LaterPay einzelne Einkäufe, auch die auf anderen Webseiten weltweit, zusammenfasst. Hapke Media zahlt an LaterPay eine Provision in Höhe von 15 Prozent.
Der Großteil redaktioneller Beiträge, wie Texte, Bilder, Audios und Videos im Hapke Media Magazin bleibt weiterhin frei zugänglich.

Quelle: LaterPay
Quelle: LaterPay

Nutzerspezifische Informationen abseits von Massenware zu produzieren erfordere nur einmal einen hohen Aufwand, begründet Hapke den Einsatz einer Bezahlschranke. In einer Zeit, in der journalistische Sorgfaltspflicht, Wahrhaftigkeit und Transparenz aufgeweicht werden und Honorare in den Keller sinken, dürfe die Anerkennung journalistischer Leistung nicht auf der Strecke bleiben. Verdeckte werbliche Botschaften zum Generieren von Einnahmen, wie es heute einige Medien praktizieren, bedeuten einen Betrug am Leser. Er erwartet verlässliche Informationen. Mit LaterPay sei Transparenz gewährleistet, argumentiert Hapke.

Foto: Hagen von Deylen

LaterPay ist eine API-basierte Payment-Infrastruktur-Plattform, die Micropayment erlaubt. Die Geschäftsidee dazu kam dem Gründer und CEO von LaterPay, Cosmin Ene, in einem Running-Sushi-Restaurant:

Verschiedenste Speisen laufen im Sushi-Restaurant an einem Laufband am einem vorbei. Als Gast kann man sich in Ruhe einen Überblick über das Angebot verschaffen, sich das aussuchen, was einem zuspricht. Und erst am Ende bezahlt man auch nur für das, was man auch tatsächlich konsumiert hat.

Diese kundenfreundliche Form des Konsumierens übertrug das Unternehmen LaterPay auf das Internet.

Das Unternehmen stellt seit Beginn dieses Jahres eine Schnitttstelle (API) sowie ein Plugin für WordPress zum Implementieren zur Verfügung. Ene spricht von einer zweistelligen Anzahl von Kunden, die die Software im Livebetrieb nutzt.

Eine höhere zweistellige Anzahl hat bereits einen Händlervertrag unterzeichnet und arbeitet momentan an der Einbindung von LaterPay.

In den nächsten Wochen ist laut Cosmin Ene die Einführung der Zeitpässe geplant,

mit denen Händler ihren Usern auch einen zeitlichen begrenzen Flatrate-Zugang zu allen ihren Inhalten bieten können – zum Beispiel für 24 Stunden, eine Woche oder einen Monat.

Umsatzzahlen nennt das Unternehmen nicht. Insgesamt sei die Tendenz steigend, da sowohl die Anzahl der LaterPay-Händler wächst als auch die Anzahl der Inhalte, die jeder einzelne Händler anbietet.

Substantielle Erlöse aus der Bezahlschranke erwartet Ramona Hapke anfangs nicht, denn Paid Content setzt sich im deutschsprachigen Internet nur langsam durch.

Anderso ist man da schon weiter.

Hapke sieht vor allem die rechtlichen Hürden im E-Commerce insgesamt als Problem in Deutschland. Mit LaterPay müssen sich Contentanbieter jedoch keine Sorgen machen.
Entscheidend für den Erfolg sei vor allem ein hohes Qualitätslevel der redaktionellen Inhalte.

Befragt nach beliebten Themen, mit denen Contentanbieter Umsätze generieren könnten, schlägt Ene in die gleiche Kerbe:

… grundsätzlich weiß man ja auch von sich selbst, das man eher bereit ist für Content zu zahlen, der einen Mehrwert bietet: Weil er beispielsweise exklusiv oder einzigartig ist, besonders tiefgründig recherchiert oder einen neuen Blickwinkel auf ein Thema bietet.
Aber auch das ist ein Thema, das unsere Händler in Zukunft herausfinden werden müssen: Inhalte nicht mehr für den kurzen Klick des Users zu produzieren, sondern so, dass User bereit sind, dafür zu zahlen, weil es der Content wert ist.

Wenngleich Bezahl-Content momentan eine hohe Absprungrate hat, liebt Googles Algorithmus letztlich einzigartige Informationen.

LaterPay entspricht den Google-Kriterien für Websitebetreiber. Das LaterPay-Prinzip erlaubt, dass beliebig viele Inhalte kostenlos für den Besucher und den Google-Bot als Teaser-Text zu sehen sind. Dadurch bleibt der Content für Google indexierbar und kann zu den Themen gefunden werden,

ist im Laterpay-Blog zu lesen.

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