Linkjuice – der Saft des Webseiten-Lebens

In meinen redaktionellen Beiträgen setze ich Links, um den Lesern weiterführende Informationen anzubieten, die das Thema vertiefen oder technische Erläuterungen und Screenshots bereitshalten.

Nach Aussage des SEO-Spezialisten Sasa Ebach verliert meine Seite dadurch keinen Linkjuice, die verlinkte Seite erhält vielleicht proportional etwas weniger davon.
Er führt dazu aus: „Wenn Du von einer Seite mit 10 Links nach außen verlinkst, dann bekommt jede der 10 externen Webseiten ungefähr ein Zehntel der Linkpower ab. Wenn Du von einer Seite auf 100 Seiten verlinkst, dann bekommt jede Einzelne nur ein Hundertstel ab. Alles in allem wird aber die Power des Linkgebers nicht herabgesetzt. Es geht nichts verloren, was das eigene Ranking schädigen könnte. Verlinken ist erwünscht. Gerade von Google, die ja bekanntlich Ihr gesamtes Geschäftsmodell auf dem Rücken des Links aufbauen. Fürchtet Euch nicht vor dem Linksetzen!“

Um zu verhindern, dass sich Webseiten-Betreiber mit dem Kauf von Links einen Vorteil verschaffen, hat der Suchmaschinen-Riese Google 2005 das Attribut „nofollow“ eingeführt. Werbliche Links erhalten mit der Auszeichnung „nofollow“ keinen Linkjuice. Wer gekaufte Textlinks nicht mit „nofollow“ auszeichnet, muss mit einer Abstrafung durch Google rechnen: Die Suchmaschine stuft die linkgebende Seite ab oder verweist sie beim Ranking auf die hinteren Plätze.

In diesem Zusammenhang möchte ich als Journalistin darauf hinweisen, dass gemäß dem Pressekodex Werbung und Redaktion getrennt werden müssen. In der Praxis bedeutet das: Werbung, also auch ein gekaufter Link, muss für den Leser als solche erkennbar sein, sei es durch entsprechende grafische Gestaltung oder den Zusatz „Anzeige“, „Werbung“ o. ä.

Auch wenn manche SEO-Experten zum Zwecke des Linkaufbaus zu Linktausch raten, verzichte ich darauf. Irgendwann würde ich wohl die Übersicht darüber verlieren, ob die Gegenseite den Link zu meiner Seite tatsächlich aktiviert hat. Da ich meine redaktionellen Angebote von Zeit zu Zeit umstrukturiere oder aktualisiere, wäre es zudem sehr aufwändig, alle getauschten Links anzupassen und zu verwalten.

Unstrittig ist, dass viele Backlinks auf die eigenen Internetseiten deren Relevanz erhöhen. Deshalb versuchen Spammer und Werbertreibende, in Kommentaren und PR-Artikeln kostenlos Backlinks zu generieren. In meinem Beitrag „Nofollow – dofollow“ gehe ich darauf ein.

Interessant ist in diesem Zusammenhang ein aktueller Satz aus dem Blog von Prof. Dr. Mario Fischer: „Eingehende Links werden sicherlich nach wie vor ein wichtiges Kriterium sein, auch wenn sich die Wertung eines Links wohl mehr und mehr in eine semantische Richtung verschieben wird.“

Abschließend noch ein Hinweis: Das Thema Verlinkung füllt ganze Bücher und Webseiten. Daher habe ich hier nur einige relevante Aspekte angesprochen. SEO-Experten wie Sasa Ebach, Thorsten Olscha oder Mario Fischer können mehr dazu und zur Problematik Linktausch sagen. Daher empfehle ich bei Interesse an dem Thema, die verlinkten Webseiten nach aktuellen Informationen zu durchstöbern.

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