Im Rahmen der PR-Arbeit für Unternehmen hatte ich sehr oft Kontakt mit Medienvertretern: am Telefon, per Mail, persönlich. Doch Unternehmen, die ich betreue, haben viel öfter etwas zu sagen, weit über eine gezielte PR-Kampagne zu einem Produkte, einem Ereignis usw. hinaus. Um das Unternehmensbild nachhaltig zu prägen, nutzen „wir“ daher auch Twitter. Im günstigsten Fall in Kombination mit dem unternehmenseigenen Blog, das ich für Kunden einrichte und administriere. Alle neuen Artikel werden automatisch an Twitter gesendet: entweder per Plugin oder beispielsweise über den Dienst „Twitterfeeds“. Auch ein Retweet-Button darf nicht fehlen.

Soweit das Technische. Inhaltlich betrachtet erreichen Firmen über Twitter schnell eine breite Leserschaft, zu denen auch Pressevertreter gehören. Im Netzwerk gilt das Gleiche wie in der klassischen PR: Hat das Unternehmen etwas Wichtiges, Interessantes, Neues, Komisches, lokal Bedeutsames … zu sagen? Dienen Mitteilungen/Posts des Unternehmens der Vertrauensbildung? Hält sich die Firma an die Regeln?

Letztendlich kommt es bei allem Gezwitscher auf den Mehrwert an. Es kann also durchaus sein, dass Journalisten auf Twitter einen Trend aufspüren, den Unternehmen setzen, Ideen für Themen erkennen. Medien werden dann schnell zu Multiplikatoren. Fatal also, wenn negative Spuren gelegt werden, ist alles schon vorgekommen.

Werden Redaktionen über Twitter auf dem Laufenden gehalten, können sich Pressevertreter zu einer für sie günstigen Zeit in ein Thema vertiefen. Die Gefahr, zu unpassender Zeit in der Redaktion anzurufen, besteht so nicht. Unternehmen können in kurzer Zeit viel Aufmerksamkeit erzielen. Andererseits darf man nicht erwarten, dass es gänzlich ohne klassische PR-Maßnahmen geht. Wird sehr viel getwittert, kann ein eigener Presse-Account bei Twitter sinnvoll sein.

Twitter ist ein Netzwerk, in welchem Unternehmen LANGFRISTIG um Vertrauen werben und Kontakte aufbauen bzw. halten. Die Facetten einer Firma, die Menschen dahinter rücken näher heran, zumal in Netzwerken anders „gesprochen“ wird und multimediale Inhalte das Bild mitprägen.

Twitter ist kein reiner Kanal zum Absetzen von Nachrichten, sondern ein Kommunikationsweg mit vielen Ansätzen. Der eine hält sich eher zurück und beobachtet, der andere bringt Themen zur Diskussion, wieder andere organisieren Events, unterhalten, polarisieren. Wer nicht authentisch rüberkommt, kann schnell in die Spamecke gesteckt werden. Von diesen Leuten gibt es ja genügend. Ich denke da auch an Pseudo-Identitäten, zweite Gesichter o. ä.

Ein Unternehmen darf meiner Meinung nach nur authentisch sein. Um genau das zu erreichen, bedarf es mehr als nur einen Account einzurichten. Das Problem, viel Zeit in die Kommunikation in sozialen Netzwerken zu investieren, bringt vor allem kleine und mittlere Unternehmen ohne Kommunikationsabteilung an den Rand des Machbaren.
Letztendlich kommen sie an Social Media nicht vorbei.

Man muss einfach mal darüber reden, im richtigen Leben … Manches lässt sich organisieren, wenn es sein muss mit externer Hilfe.

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